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Türchen Nummer 7

Journalist*innen können Fotos schießen, Videos drehen, Texte schreiben, Fragen stellen, moderieren und diskutieren. Manche können noch etwas anderes: Spiele erfinden! Hier die Geschichte dazu:

Der Bonner Journalist und Herausgeber des Magazins „Holz Journal“, Volker Schade, ist Experte für Holz: Er weiß so ziemlich alles über Holzpreise, Rundhölzer, Sturmwürfe, Pellets, Nadelschnittholz, welche Hölzer eine hohe Qualität haben oder mit welchen die meisten Unternehmen Küchen, Häuser, Möbel oder eben auch Spielzeug bauen. Als begeisterter Gesellschaftsspieler kam ihm irgendwann der Gedanke selbst Spiele aus Holz zu bauen.

Eines dieser Spiele ist der MarbleShooter. Bei diesem Spiel müssen zwei Spieler*innen einen Spielstein, ähnlich einem Puck beim Eishockey, ins gegnerische Tor schießen. Dies funktioniert mit einem „Shooter“. Der Shooter nutzt die Kraft der Magnetbeschleunigung. „Die Idee zu diesem Spiel kam mir, als ich ein Magnet-Fußballspiel spielte“, so Volker Schade. In seinen alten Schulunterlagen fand er die physikalische Erklärung für die sogenannte Gaußkanone. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Magnetbeschleunigung.

Nach einem erfolgreichen Testlauf mit einem Prototyp des MarbleShooters auf dem Münsterplatz entwickelte Schade Spielbrett und Shooter mit einem Schreiner weiter. Der Schreiner fräste die Böden für die Spielflächen und die Rahmenteile. Der Journalist Schade lernte das Siebdrucken, bedruckte und lackierte die Böden, baute den Rahmen an die Spielflächen und ölte das hochwertige Holzspielzeug.

Nun kam der Härtetest: Schade mietete einen Stand auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Der MarbleShooter wurde dort zum Spielzeug des Jahres 2010 gewählt, erhielt den Publikumspreis "Goldenes Schaukelpferd“ und die wichtige Auszeichnung "spiel gut". Viele große Spielehändler wollten den MarbleShooter in ihr Programm nehmen. Volker Schade sollte sofort 5.000 Spiele liefern. „Ich hatte aber nur 100 und mein Schreiner sagte, dass er bisher nur einen Freundschaftspreis verlangt habe und unter diesen Bedingungen nicht weiter liefern könne.“

Eine Spieleproduktion zu gründen, mit Räumen, Maschinen, Personal – das war Schade zu viel. Als fest angestellter Journalist wollte er seinen Vollzeitjob nicht einfach aufgeben. Zumal nicht sicher war, ob er die Spiele zu dem von den Händlern ausgerechneten Preis hätte liefern können.

Am Ende fand Schade mit den zwei übriggebliebenen Händlern eine Lösung: Sie einigten sich auf eine Lizenzvereinbarung. Die Händler produzieren und verkaufen das Spiel nun selbst, der Bonner Journalist bekommt eine Umsatzbeteiligung.

Mehr zum MarbleShooter lesen

Rezension von "Cliquenabend" auf Vimeo ansehen.

Für Türchen Nummer 8 kommen Sie morgen wieder!


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Redaktion: Constanze Lopez, Erhard Schoppert, Alexandra Bartschat, Monika Doering, Steffen Heinze Technische Umsetzung: Constanze Lopez Copyright © 2020. Alle Rechte vorbehalten. Impressum. Datenschutz.

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